Bearbeitung
und Arrangements von Werke aus Palestrina, Philidor l’Ancien, De
Grigny, De Lalande, Sweelinck, Cabanilles, Telemann, Scheidemann,
Buxtehude und...Bach
Das
Programm
basiert auf einer fiktiven Geschichte: Im Jahr 1733 treffen sich
professionelle Musiker verschiedener Herkunft und beschließen zusammen
zu spielen. Jeder auf seinem Instrument bringen sie ihr schon bekanntes
altes Repertoire zum Klingen, oft schon damals in der Form von
Arrangements und Bearbeitungen.
La Barca d’Amore oder das goldene Zeitalter des
Zinks in Italien Zinkkonzerte
Virtuose Sonaten, Diminutionen
und Improvisationen um die Jahrhundertwende
des XVI und XVII Jh. in Italien
Virtuose
Zinkspieler waren wegen ihrer Fähigkeit zu improvisieren sehr gefragt.
Franz I. gründete bei seinen Königlichen Kammermusikern die Kategorie
des Zinks. Seine Zinkspieler waren augenscheinlich alle Italiener.
Dieses
Programm ist eine Gegenüberstellung des Repertoires der Improvisation
des 16. Jh. und jenes des seit 1600 geschriebenen. Die hohe Virtuosität
der Renaissance begegnet hier den neuen Bewegungen der modernen Musik,
die man als „stylus fantasticus“ bezeichnet.
Werke von
Bovicelli, Rognoni, Fontana, Pandolfi-Mealli
Auszug von « La
Cesta », Pandolfi-Mealli (1’49")
Auszug von « Susanne un jour », Lassus –
Bassano (1’29)
Auszug von « Io son ferito », Palestrina –
Bovicelli (1’57)
Auszug von « Une jeune fillette »,
traditionnel (2’13)
Zink, Cembalo und/oder Orgel,
Theorbe: 2 bis 4 Musiker je nach Ort
Variante : Canzon per l’organo
Italienisch-Österreichische
Musik am Hof des Sonnenkönigs
Sonaten
für Zink und Violine – Auszüge aus dem Rost Manuskript
Dieses
Manuskript, das der Abbé Brossard von den Erben des Domherrn Rost
erwarb und später gegen eine Leibrente an Ludwig XIV. getauscht hat,
beweist die französische Vorliebe für italienische und österreichische
Musik. Es enthüllt sowohl unbekannte Musik wie Kompositionen, deren
Qualität durch ihr Aufscheinen in anderen Sammlungen und in den
vorliegenden Reeditionen bestätigt wird. Dieses Programm ist
kennzeichnend für das virtuose Repertoire, das sich Violinen und Zink
im 17. Jh. teilten.
Sonaten von Merula, Cazzati,
Bertali, Stoss, Schmelzer und Rosenmüller
Auszug von « La Catarina », Tarquinio Merula
(1’40 )
Auszug von « Sonate a due », Johann
Rosemüller (2’29)
Auszug von « Passacaille », Maurizio Cazzatti
(1’36)
Auszug von « Chaconne », Maurizio Cazzatti
(1’45)
Zink, Violine, 2 Cembali, Theorbe: 4 bis 5 Musiker je nach Ort, 3
Musiker mit großen Orgeln
Varianten
: andere Zink und Violin Programme aus dem Rost Manuskript,
Programme mit Zink und Violin aus San Marco
Dietrich Buxtehude
Präludien,
Fantasie, Ciaconne, Fuge und Sonaten
Der
Zink erlebte in deutschen Ländern einen ziemlich späten Aufstieg und
Niedergang. Davon zeugt der Platz, den er im vokalen Werk des Dietrich
Buxtehude einnimmt; er schrieb virtuose Passagen für den Zink und
Posaune. Dieses Programm bietet Bearbeitungen einiger seiner Sonaten
für Viola und Violine, die durch Orgelbegleitung einen Aspekt „da
chiesa“ erhalten. Man findet hier auch die Idee der „Sonata per organo
e cornetto“ von Biaggio Marini, der empfiehlt, den konzertanten Part
der Orgel durch eine Posaune zu ersetzen.
Auszug von « Sonate en Si b », opera I (3’57)
Gross Orgel, Zink und Posaune: 3
Musiker
Varianten : Motets und Sonaten von
Buxtehude mit Gesang,
Sonaten und Stylus fantasticus : Bertali und Buxtehude,
Programme Schütz und Rosenmuller
Musik in San Marco
Sonaten und Motetten der
Chorregente zur Zeit Monteverdis
1689
schrieb Berardi: „ Die Meister der Renaissance hatten nur einen Stil
und eine Praktik. Moderne Meister haben ihrer drei: Kirchen-, Kammer-
und Theatermusik, und zwei Arten: „la prima e la seconda pratica“.
Dieses Programm weckt die Einführung des „style moderno“, eine
Bezeichnung für die neue vokale und instrumentale Kirchenmusik. Dieses
Repertoire lässt den Zuhörer in die Quellen der barocken Musik und die
Feinheiten der Musik der venetianischen Messen tauchen.
Motetten
von Monteverdi, Grandi, Donati und Sonaten von Castello, Fontana und
Scarani, Mitarbeiter von Monteverdi in der San Marco Basilika
Auszug von « Salve Regina », Grandi (1’39)
Auszug von « Tota Pulchra es » Alessandro Grandi (1’45)
Sopran, Zink, Violine, Theorbe,
Cembalo und Orgel: 5 bis 6 Musiker
Varianten : Antiennes à la Vierge von Maurizio Cazzati
mit Sopran, Zink, Violin, Dulzian und Orgel
Das geistliche Konzert im Deutschland des XVII Jh.
Motetten und Sonaten von Samuel
Scheidt, Heinrich Schütz, Johann Rosenmüller
und Dietrich Buxtehude
Die
deutsche Musik beginnt mit dem Anfang des XVII Jh. dank der Anregung
einiger großer musikalischer Persönlichkeiten: manche unternahmen
Reisen nach Italien, insbesondere nach Venedig, wie Heinrich Schütz und
Johann Rosenmüller. Bei ihrer Heimkehr führen sie in ihrem Gepäck die
Schlüssel zur „neuen Musik“ mit. Die übrigen, Michael Praetorius,
Johann Hermann Schein, Samuel Scheidt, bleiben – obwohl auch sie aus
italienischen Quellen schöpfen – den traditionellen Grundlagen der
deutschen Musik näher. Die beiden Stile verschmelzen in den Werken
ihrer Schüler – Franz Tunder, Matthias Weckmann, Dietrich Becker. Damit
entsteht die typisch deutsche Musik, wie sie in der darauf folgenden
Generation mit Dietrich Buxtehude und seinen Zeitgenossen in
Erscheinung treten wird.
Sopran, Zink, Violine, Posaune, Cembalo, Orgel und
Theorbe: 7 Musiker
Barocke
Sinfonien und Arien für Zink
Motetten und Sonaten von Berlin, Baldassare,
Stradella, Bononcini, Bassani
Der
Zink wurde bis zum Ende des 18. Jh. gespielt. Dieses
Instrument
behielt einen wichtigen Platz bei, sobald es darum ging, den Glanz
eines profanen oder sakralen Festes zu steigern. Dieses Programm bietet
ein Panorama der virtuosen und originalen Musik, die für den Zink im
18. Jh. geschrieben wurde, zu einer Zeit also, wo dieses
Instrument im Begriff war von der Bildfläche zu verschwinden. Es bringt
„Sinfonien“ in Form des barocken Concerto in drei Sätzen, eines davon
im Stil von Vivaldi, das andere in einem mehr galanten Stil; ein
Oratorium und eine lange Serenade, in dem die Streicher das Ripieno des
Zink bilden. Dieses wird als Instrumentalsolo behandelt, das mit der
Stimme der Sängerin Zwiesprache hält.
Um
das Repertoire eines Zinkenisten in der Elisabethanischen Zeit wieder
zu entdecken, muss man die „Instrumentenbanden“ betrachten, die damals
sowohl für die Hofmusik als auch für das Shakespeare Theater angestellt
waren. In zahlreichen Sammlungen von Instrumentalmusik finden sich
Fantasien, Tänzen, Volkslieder und Arien, außerdem gibt es viele
Quellen von Stücken für Laute oder Tasteninstrumente. Unter diesen
sticht besonders das „Fitzwilliam’s Virginal Book“ hervor, bei dem es
sich um die vielleicht umfangreichste Anthologie von der Mode der Zeit
entsprechender Musik handelt.
Werke von
William Byrd, Thomas Simpson, Robert Giles Farnaby, Anthony Holborne,
Thomas Morley-John Dowland, John Bull, Henry Stonnings, John Adson
Zink, Violine, Posaune, Dulzian, Gambe,
Cembalo/Orgel und Laute: 7 Musiker